Korinthische Olpe des Malers von Vatikan 73

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 Korinthische Olpe des Malers von Vatikan 73
Korinthische Olpe des Malers von Vatikan 73
Saal XVII und XVIII. Vasensammlung

Zwischen dem Ende des 8. und Anfang des 7. Jh. v. Chr. hat Korinth fast die absolute Vorrangstellung erlangt, was den Export in die Länder des Mittelmeers anbelangt. Seine mit größter Kunstfertigkeit hergestellten Produkte sind in Etrurien und Süditalien weit verbreitet. Diese Olpe (birnenförmiger Krug mit hohem trichterartigem Schnabel) ist mit übereinander gelagerten orientalisierenden Friesen geschmückt, auf denen sich reale und phantastische Tiere tummeln: Reihen von Panthern, Stieren, Hirschen, Reihern, Sphinxen, mit kreisförmigen, punktierten Rosetten auf elfenbeinfarbenem Untergrund. Es handelt sich hier um ein Gefäß, das um  630-615 v. Chr. – in der sogenannten Übergangszeit – in Korinth hergestellt wurde von einem Vasenmaler, der – nach eben diesem Exemplar [das im Vatikan mit der Inventarnummer 73 aufbewahrt wird] – „Maler von Vatikan 73“ genannt wird. Die gesamte Produktion dieses Malers [vgl. Oinochoe], die den Regeln des Orientalisierenden Stils folgt, zeichnet sich durch eine genaue Arbeitsweise aus, die klare und elegante Bilder entstehen ließ.